3G3 Koordination
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Koordinationsplan – Auftraggeber, Facility Management & Einsatzkräfte
Allgemeine Informationen
Dokumenttitel:
Koordinationsplan – Auftraggeber, Facility Management & Einsatzkräfte
Ausschreibungsnummer:
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Projekt/Standort:
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Auftraggeber (Zentraler Auftraggeber):
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Dienstleister (Bieter):
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Einreichungsdatum:
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- Einleitung
- Kommunikation
- Facility
- Einsatzkräften
- Koordinationsmittel
- Rollen
- Kontinuierliche
- Schlussbemerkung
- Unterschriften
Einleitung
Dieser Koordinationsplan definiert verbindliche Kommunikations- und Protokollwege zwischen dem Dienstleister (Empfangs- bzw. Eingangsdienst), dem Facility Management und externen Einsatzkräften. Ziel ist es, einen strukturierten und transparenten Informationsfluss sicherzustellen, um einen reibungslosen Betrieb am Empfang und Serviceeingang zu gewährleisten und gleichzeitig den betrieblichen sowie sicherheitstechnischen Anforderungen des Auftraggebers gerecht zu werden. Der Geltungsbereich umfasst die Organisation und den Betrieb der Empfangs- und Eingangsdienste einschließlich aller damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen. Die Ausgestaltung dieses Plans orientiert sich an den organisatorischen Vorgaben, technischen Richtlinien und Sicherheitsvorgaben des Auftraggebers sowie an geltenden gesetzlichen Bestimmungen (z.B. Brandschutz, Arbeitsschutz, Datenschutz), um Compliance und Qualitätsstandards zu gewährleisten.
Kommunikation mit dem Auftraggeber (Zentraler Auftraggeber)- Berichtsprotokolle
Das Empfangspersonal erstellt täglich Betriebsberichte, in denen Besucherzahlen, besondere Vorkommnisse, sicherheitsrelevante Vorfälle sowie sonstige wichtige Ereignisse festgehalten werden. Diese Berichte bilden die Grundlage für die tägliche Abstimmung mit dem zuständigen Facility Manager des Dienstleisters, der sie gegebenenfalls an die festgelegte Kontaktperson beim Auftraggeber weiterleitet. Zusätzlich werden monatliche Leistungsberichte angefertigt, die zentrale Kennzahlen (KPIs) wie Besucheraufkommen, Wartezeiten und die Einhaltung vereinbarter Service-Level-Agreements enthalten. Ferner umfassen diese Berichte eine Zusammenfassung relevanter Ereignisse, Störungen und durchgeführter Gegenmaßnahmen. Die Leistungsberichte geben dem Auftraggeber einen transparenten Überblick über die Qualität und Effizienz des Empfangsdienstes und ermöglichen es, frühzeitig auf Abweichungen oder Verbesserungspotenziale zu reagieren.
Eskalationswege
Für sicherheitsrelevante oder betriebskritische Ereignisse gelten definierte Eskalationswege. Im ersten Schritt informiert das Empfangspersonal umgehend den verantwortlichen Facility Manager des Dienstleisters. Dieser bewertet die Situation und leitet erforderlichenfalls sofort eine Meldung an die benannte Kontaktperson beim Auftraggeber weiter. Es werden feste Zeitfenster festgelegt: Bei Notfällen oder sicherheitskritischen Zwischenfällen (z.B. unbefugter Zutritt, Brand, Gewalteinwirkung) erfolgt die telefonische Benachrichtigung des Auftraggebers unmittelbar. Bei weniger dringenden Störungsmeldungen (z.B. kleinere technische Defekte, organisatorische Abweichungen) ist eine Weiterleitung an den Auftraggeber innerhalb eines Arbeitstages vorgesehen. Die Eskalationswege und Fristen werden vorab mit dem Auftraggeber abgestimmt und dokumentiert, um für alle Parteien Klarheit und Verbindlichkeit zu schaffen.
Feedback-Mechanismen
Der Dienstleister organisiert regelmäßige Koordinations- und Abstimmungstermine mit dem Auftraggeber, um den Austausch von Feedback und Verbesserungsvorschlägen zu fördern. In diesen Treffen (z.B. wöchentliche oder monatliche Jour-Fixe) werden aktuelle Themen besprochen, Leistungsergebnisse reflektiert und Optimierungspotenziale erörtert. Rückmeldungen des Auftraggebers zu Abläufen und Serviceleistungen werden systematisch erfasst, dokumentiert und in die kontinuierliche Verbesserung des Empfangsdienstes integriert. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass die Empfangsdienste fortlaufend an die Bedürfnisse des Auftraggebers angepasst werden. Zudem wird regelmäßig die Zufriedenheit des Auftraggebers mit den erbrachten Leistungen evaluiert, um bei Bedarf zeitnah Nachsteuerungsmaßnahmen einzuleiten.
Kommunikation mit dem Facility Management- Operative Koordination
Der Empfangsdienst koordiniert sich eng mit dem internen Facility Management (z.B. technische Hausverwaltung). Dabei werden gemeinsame Informationssysteme genutzt, etwa ein digitales Logbuch oder ein FM-Dashboard, in dem alle relevanten Vorgänge transparent dokumentiert werden. So können Themen wie Schlüssel- und Zutrittsverwaltung, Raumbelegungen, Wartungsaufträge oder Reinigungsanfragen effizient erfasst und nachverfolgt werden. Regelmäßige Abstimmungen (z.B. tägliche Übergaben oder wöchentliche Meetings) zwischen Empfangspersonal und Facility Management sorgen dafür, dass anfallende Aufgaben (Lieferungen, Wartungstermine, Sonderreinigungen) rechtzeitig geplant und umgesetzt werden. Durch den permanenten Informationsaustausch werden Doppelarbeit vermieden und Reaktionszeiten minimiert.
Vorfallsmanagement
Technische Störungen und Vorfälle werden unverzüglich dem Facility Management gemeldet. Hierzu zählen beispielsweise Stromausfälle, IT-Systemausfälle, Aufzugsstörungen oder Alarmmeldungen. Das Empfangspersonal alarmiert bei Auftreten solcher Ereignisse sofort den zuständigen Facility Manager, damit erforderliche Fachkräfte (z.B. Elektriker, IT-Spezialisten) zeitnah hinzugezogen werden können. Parallel dazu werden erste Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet, etwa das Aktivieren der Notbeleuchtung oder das Freihalten von Fluchtwegen. Der Facility Manager koordiniert die weitere Abwicklung und zieht bei Bedarf zusätzliche Ressourcenzusagen heran. Bei sicherheitsrelevanten Vorfällen erfolgt eine Rücksprache mit dem Auftraggeber, um abgestimmte Entscheidungen zu treffen.
Planung & Integration
Für einen reibungslosen Ablauf aller Betriebsvorgänge wird der Empfangsdienst in die Planungsprozesse des Facility Managements eingebunden. Dazu gehört die Abstimmung von Zeitplänen für Lieferungen, Instandhaltungsarbeiten oder Bauprojekte. Beispielsweise meldet der Empfang geplante Lieferzeiten und Besuchstermine im Voraus, damit diese in die Gebäudebelegungs- und Einsatzpläne integriert werden können. Gleichzeitig wird der Dienstplan des Empfangspersonals so gestaltet, dass eine ausreichende Besetzung zu Stoßzeiten, bei Großveranstaltungen oder besonderen Terminen gewährleistet ist. Gemeinsame Planungsrunden (z.B. Quartalssitzungen) und die Synchronisation von Dienst- und Schichtplänen fördern eine effiziente und vorausschauende Einsatzplanung aller beteiligten Bereiche.
Kommunikation mit externen Einsatzkräften- Koordination mit der Polizei
Für sicherheitsrelevante Vorfälle mit polizeilichem Einschlag (z.B. unbefugter Zutritt, Einbruchsversuch, aggressive Personen, Vandalismus) besteht ein klar definiertes Meldeverfahren. Das Empfangspersonal setzt zunächst interne Alarmmechanismen (z.B. Sicherheitsdienst-Alarm) in Gang und informiert danach umgehend die örtliche Polizeidienststelle. Die Kontaktdaten des zuständigen Polizeireviers oder der Leitstelle sind am Empfang hinterlegt. Die Meldung erfolgt protokolliert und beinhaltet alle relevanten Details (Ort, Zeit, Ablauf, beteiligte Personen, Zeugenaussagen). Das Empfangspersonal unterstützt die Polizei, indem es den Einsatzkräften Zugang zum Gelände gewährt, Besucher fernhält und auf Nachfrage wichtige Informationen oder Videoaufnahmen bereitstellt. Bei geringfügigen Vorfällen dokumentiert das Empfangspersonal den Sachverhalt und leitet einen Kurzbericht an den Facility Manager und den Auftraggeber weiter, der über das weitere Vorgehen entscheidet.
Koordination mit der Feuerwehr
Im Brandfall oder bei Auslösung der Brandmeldeanlage hat das Empfangspersonal sofort die Feuerwehr zu alarmieren und die interne Alarmkette zu aktivieren. Anschließend wird umgehend mit der Evakuierung der betroffenen Bereiche begonnen und die Sicherheitskräfte leiten die Besucher zu den Fluchtwegen. Der Lageplan des Gebäudes mit markierten Gefahrenbereichen (z.B. Chemikalienlager, Versorgungsschächte) wird dem Einsatzleiter zur Verfügung gestellt. Die Kontaktdaten der örtlichen Feuerwehr und der Leitstelle sind dem Empfangspersonal bekannt. Während des Einsatzes sorgt das Empfangsteam dafür, dass Rettungswege und Zufahrten frei bleiben (z.B. durch Öffnen von Toren) und stellt, sofern möglich, einen Lotsen, der die Einsatzkräfte zum Schadensort führt. Nach dem Einsatz werden alle Ereignisse dokumentiert und relevante Informationen (z.B. Ursache, Uhrzeit, Ablauf) im Vorfallsprotokoll festgehalten.
Koordination mit dem Rettungsdienst
Bei medizinischen Notfällen wählt das Empfangspersonal umgehend den Notruf 112 und leistet erste Hilfe nach Anweisung geschulter Mitarbeiter. Parallel wird der interne Sanitätsdienst oder betriebliche Ersthelfer gemäß den Vorgaben des Arbeitsschutzes informiert. Detaillierte Standortangaben (Gebäude, Etage, Raum) werden dem Rettungsdienst übermittelt, um eine schnelle Auffindbarkeit zu gewährleisten. Ein Mitarbeiter wird zum Eingang abgeordnet, um die Rettungswagen direkt einzuweisen. Nach Abschluss der medizinischen Versorgung werden alle relevanten Informationen (Verlauf, Maßnahmen, beteiligte Personen) im Sicherheitslogbuch dokumentiert. Eine Kurzmeldung über den Vorfall wird an den Facility Manager und an den Auftraggeber weitergeleitet.
Koordinationsmittel & Systeme
Zur Unterstützung der Kommunikation stehen dem Empfangsdienst moderne Kommunikationsmittel zur Verfügung. Hierzu zählen Handsprechfunkgeräte (Walkie-Talkies) oder DECT-Telefone für die interne Verbindung mit Sicherheitsdienst und Facility Management sowie ein durchgehender Telefonanschluss am Empfangsplatz. Für Durchsagen (z.B. Evakuierungsanweisungen, Ansagen bei besonderen Ereignissen) wird die vorhandene Lautsprecheranlage (PA-System) genutzt. Alle sicherheitsrelevanten Informationen und Vorfallberichte werden in einem zentralen Dokumentationssystem geführt, das digital zugänglich ist (z.B. FM-Software oder cloudbasiertes Logbuch). Einheitliche Formulare und Protokollvorlagen (Checklisten, Vorfallmeldebögen) kommen zum Einsatz, um Meldungen standardisiert zu erfassen und weiterzuleiten. Diese Systeme sind so eingerichtet, dass der Auftraggeber und das Facility Management bei Bedarf in Echtzeit Einsicht erhalten können.
Rollen & Verantwortlichkeiten
Empfangspersonal: Die Mitarbeiter am Empfang sind erste Anlaufstelle für Besucher und Dienstleister. Sie prüfen Zugangsberechtigungen, erfassen Besucheranmeldungen und leiten Anrufe weiter. Bei Störungen oder Notfällen übernehmen sie die Erstkommunikation (Alarmierung der Rettungskräfte, Erstversorgung, Information der weiterführenden Stelle).
Facility-/Sicherheitsmanager: Die koordinierende Führungskraft des Dienstleisters trägt die Gesamtverantwortung für den Empfangsdienst und die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber. Sie wertet Berichte aus, steuert Eskalationsprozesse und hält kontinuierlichen Kontakt zum Auftraggeber. Zudem stellt sie sicher, dass interne Ressourcen (z.B. Techniker, Reinigungspersonal) rechtzeitig bereitstehen und Maßnahmen umgesetzt werden.
Ansprechpartner des Auftraggebers: Die benannte Kontaktperson beim Auftraggeber hat die Entscheidungskompetenz für wesentliche Maßnahmen und erhält regelmäßige Statusberichte. Sie kann Vorgaben anpassen, Freigaben erteilen oder bei Bedarf zusätzliche Unterstützung anfordern.
Einsatzkräfte (extern): Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst agieren als externe Einsatzpartner. Sie sind zuständig für die Bewältigung von Notfällen und arbeiten im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse. Das Empfangspersonal unterstützt sie, indem es alle erforderlichen Informationen zur Verfügung stellt und den Zugang zu den relevanten Bereichen gewährleistet.
Kontinuierliche Verbesserung
Der Dienstleister verpflichtet sich zu einer fortlaufenden Optimierung der Kommunikations- und Koordinationsprozesse. Mindestens einmal jährlich wird der Koordinationsplan gemeinsam mit dem Auftraggeber und weiteren Beteiligten (Facility Management, Sicherheitsbeauftragte, Behörden) überprüft und bei Bedarf angepasst. Regelmäßige Übungen und Simulationen (z.B. Evakuierungs- oder Brandschutzübungen) werden durchgeführt, um die Wirksamkeit der Abläufe zu testen. Erkenntnisse aus realen Vorfällen oder Übungen werden dokumentiert und fließen in aktualisierte Prozessbeschreibungen sowie Schulungsmaßnahmen ein. Durch diese Vorgehensweise wird sichergestellt, dass die Abläufe kontinuierlich verbessert und an neue Anforderungen angepasst werden.
Schlussbemerkung
Mit diesem Koordinationsplan bekräftigt der Dienstleister sein Engagement für eine strukturierte und effektive Zusammenarbeit. Durch festgelegte Kommunikationswege, definierte Protokolle und regelmäßige Abstimmung wird gewährleistet, dass alle Beteiligten jederzeit gut informiert sind und rasch reagieren können. Die beschriebenen Maßnahmen entsprechen den Vorgaben des Auftraggebers sowie den einschlägigen gesetzlichen und behördlichen Anforderungen (z.B. Arbeitssicherheit, Brandschutz, Datenschutz). Der Dienstleister sichert zu, sämtliche festgelegten Prozesse einzuhalten und fortlaufend weiterzuentwickeln, um einen sicheren und effizienten Empfangs- und Servicebetrieb zu gewährleisten. Dieser Koordinationsplan ist Bestandteil des Dienstleistungsvertrages und tritt mit Unterzeichnung durch beide Vertragsparteien in Kraft.
