Ausschreibung Empfang & Technisches Betriebsmanagement
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Technisches Betriebsmanagement und Wartung für den Empfang
Das Empfangs- oder Kontaktzentrum ist die sichtbare "Visitenkarte" eines Standorts und zugleich der zentrale Ansprechpartner (SPoC) für Nutzer, Besucher, Lieferanten und interne Stakeholder. Diese Schnittstelle ermöglicht es, eine Servicekultur zu erleben: professionell, freundlich, sicherheitsbewusst und prozessorientiert. In einem modernen, ITIL-gesteuerten Betriebsmodell nimmt das Contact Center erste Berichte auf, klassifiziert Ereignisse (Vorfall vs. Serviceanforderung), überprüft Prioritäten, initiiert Tickets und steuert die Kommunikation über alle Kanäle (Telefon, E-Mail, Webportal, App, Chatbot).
Als First-Level-Instanz bündelt es Kundenempfang, Besucher- und Lieferantenmanagement, Schlüssel-/ID-Kartenverwaltung, Zugangs- und Brandschutzprozesse mit dem technischen Serviceschalter. Sie fungiert als Filter und Triage für Störungen, Eskalationen und größere Vorfälle, wird strukturiert an die Abteilungen (zweite/dritte Ebene) übertragen und stellt eine vollständige Dokumentation sicher. Auf diese Weise verbindet es Soft Skills (Serviceorientierung, Mehrsprachigkeit) mit Prozess- und Systemkompetenz (ITIL, Ticketing, BMS-Alarmbearbeitung). In industriellen Umgebungen ist diese Einheit besonders wichtig, da sie direkt die Zeiten bis zur Fehlerbehebung, Informationsqualität und Compliance-Dokumentation beeinflusst.
Betriebsnahe Techniklösungen im Empfang
- Wartungsstrategie
- Präventiv vs. bedingt/prädiktiv
- Systematische Planung
- Umpfang, Servicedesk und Support
- Empfangs-/Kontaktcenter-Aufgabenportfolio
- ITIL-konforme Integration mit dem Servicedesk
- Prozesskarte und Leitprinzipien
- Vorfallmanagement
- Ziele und Messprinzipien
- Ziel, Prinzipien und Bewertungslogik
- Struktur der Auszeichnungsmatrix
- Handlungsempfehlungen
- Strategische Empfehlungen
Leitbild und Grundprinzipien gemäß DIN EN 13306
Das Ziel einer modernen Wartungsstrategie ist die maximale Verfügbarkeit sicherheits- und produktionskritischer Systeme mit wirtschaftlich optimaler Ressourcennutzung. DIN EN 13306 liefert die Terminologie und strukturiert die Handlungsoptionen: korrigierende Reparatur, vorbeugende (zeit- oder nutzungsbasierte) Wartung sowie Zustands- und Vorhersagende Verfahren. Im industriellen Umfeld ist ein hybrider Ansatz Stand der Technik: Er kombiniert vorhersehbare Prävention, wenn Ausfälle inakzeptabel sind oder gesetzliche Inspektionspflichten bestehen, mit datenbasierter Zustandsüberwachung und Prognosen, um Wartungszeiten adaptiv und kosteneffizient zu steuern.
Leitlinien:
Sicherheit/Compliance hat Vorrang vor Kostenoptimierung.
Kritikalitäts- und risikobasierter Ansatz (FMECA/RCM-Logik).
"Digital first": Statusdaten als Standardeingabe für Planung und Entscheidungsfindung.
Überprüfbarkeit: Jede Maßnahme muss fachlich begründet und auditsicher dokumentiert werden.
Hybride Strategie: Präventiv vs. bedingt/prädiktiv
Die Strategieauswahl erfolgt Vermögenswert für Vermögenswert entlang der P–F-Kurve (Zeitpunkt des erkennbaren Fehlerbeginns bis zum funktionalen Versagen) und den Ausfällen.
Präventive Wartung (PPM):
Zeit- oder Nutzungsbasiert (Kalender, Betriebszeiten, Schaltzyklen).
Geeignet für Räumungsmechanismen, gesetzliche Inspektionspflichten oder begrenzte Überwachungsmöglichkeiten.
Beispiele: jährliche Wartung der Brandmeldeanlagen, regelmäßige Inspektion mobiler Geräte, Filterwechsel nach Betriebszeiten.
Zustandsbasierte Wartung (CBM):
Interventionen werden durch gemessene Zustandsänderungen (Schwingung, Temperatur, Energieeigenschaften, Flüssigkeitsqualität) ausgelöst.
Reduziert Über- und Unterpflege; Konzentriert sich auf die Ressourcen auf tatsächlichen Verschleiß.
Prädiktive Erhaltung (PdM):
Verwendet Trendanalysen, statistische Methoden und gegebenenfalls KI-Modelle, um die verbleibende Lebensdauer oder Ausfallwahrscheinlichkeit vorherzusagen.
Ermöglicht eine frühzeitige Planung von Maßnahmen, Materialien und Absperrfenstern.
Praktische Implementierung
Für jedes Asset wird ein "Maintenance Playbook" definiert, das Minimum PPM (Compliance), CBM-Sensoren/Messrunden, prädiktive Features, Trigger und Eskalationsregeln bündelt. Änderungen an Intervallen sind regelbasiert und werden im CMMS in einer versionierten Form (Change Enablement) veröffentlicht.
PPM bildet das Rückgrat der Compliance und vorhersehbaren Verfügbarkeit:
Standardarbeitspläne: Aktivitätenlisten pro Anlagetyp (VDMA 24186, Herstellerinformationen), Zeitaufwand, Werkzeuge, Sicherheitsvorschriften.
Intervalldefinition: Mindestintervalle vom Standard/Hersteller; Passe dich je nach Risiko an (Betriebsprofil, Umweltbedingungen, Fehlergeschichte).
Ressourcen- und Terminkalender: jährliche und fortlaufende 6/12-wöchige Planung, Bündelung nach Räumen/Schließungen, Berücksichtigung der Produktionsfenster.
Kitting und Materialverfügbarkeit: frühzeitige Entsorgung kritischer Ersatzteile; Link zum Ersatzteillager.
Qualitätssicherung: Vier-Augen-Zulassung für A-Vermögenswerte, Stichprobenprüfungen für B/C; Überarbeitung und CAPA-Prozesse.
Leitbild und Positionierung
Das Empfangs- oder Kontaktzentrum ist die sichtbarste Serviceeinheit am Standort und gleichzeitig der einzige Ansprechpartner (SPoC) für TFM-bezogene Angelegenheiten. Es vereint Gastfreundschaft, Sicherheit und Prozessexpertise: Besucher- und Lieferantenmanagement, Zugriffs- und ID-Prozesse, erste Erfassung von Fehlern/Serviceanfragen sowie proaktive Kommunikationskontrolle. Als Front Office des technischen Servicemanagements gestaltet er das Kundenerlebnis, die Reaktionsgeschwindigkeit und die Nachweisbarkeit.
Empfangs-/Kontaktcenter-Aufgabenportfolio
Besucher- und Lieferantenmanagement: Vorregistrierung, Check-in, Ausweisausstelle, Sicherheitsbriefings (HSE), begleitende Verpflichtungen; Kontrolle der Registrierungen und Abmeldungen externer Unternehmen.
Zugriffs- und Schlüsselverwaltung: Ausgabe, Rückgabe, Blockierung; Logging in IAM/Sperrsystemen.
Lieferung und Warenfluss: Koordination mit Tor/Logistik, Informationen zu gefährlichen Gütern, Park- und Zugangsregeln.
Sicherheits- und Ordnungsfunktionen: Erstwarnung bei Unfällen/Alarmen, Evakuierungsunterstützung; im Fall der Integration mit Sicherheitsdiensten müssen die Anforderungen von BewachV erfüllt werden.
SPoC für TFM: Akzeptanz, Aufzeichnung und Klassifizierung von Fehlermeldungen und Serviceanfragen; Standardisierte Erstdiagnose (Runbooks), Vermittlung an Fachabteilungen.
Informationszentrum: Statusupdates, Nutzerkommunikation, Besucherservice, Raumbuchung/Konferenz-Technologieunterstützung (sofern vereinbart).
ITIL-konforme Integration mit dem Servicedesk
Prozessschnittstelle: Aufnahme: Alle Kanäle kommen im Contact Center an (Telefon, E-Mail, Portal/App, Chatbot, Walk-in). Jeder Bericht wird als Ticket erfasst.
Klassifizierung: Unterscheidung zwischen Vorfall, Serviceanfrage und Informationsanfrage; Zuteilungskategorie/Handel, Standort/Asset-ID, Auswirkung/Dringlichkeit.
Priorisierung: P1 (Sicherheits-/Produktionsabschaltung, A-Asset), P2 (kritisch, verminderte Leistung), P3 (Standard), P4 (niedrig). P1/P2 sofortige Telefon-/Pager-Eskalation an den Incident Manager.
Erstdiagnose: Checklisten/Entscheidungsbäume (z. B. BMS-Reset-Release, visuelle Inspektion, Backup-Nachrichten), Erstbehebung, wo erlaubt.
Einsatz: Zuweisung zur zweiten/dritten Ebene (Handelsteams, Dienstleister), SLA/ETA-Kommunikation an die Reporter.
Abschluss: Qualitätssicherung, Dokumentationsprüfung, Kundenzufriedenheitsumfrage, Wissenseingabe (KEDB).
Rollen/RACI: Empfang/Serviceschalter: R für Aufnahme/Triage/Kommunikation; A für die Vollständigkeit des Tickets.
Fachgewerbe: R für Diagnose/Korrektur; A steht für technische Lösung/Akzeptanz.
HSE/VEFK/Brandschutz: C für Sicherheit und Rangierbetrieb; A für Veröffentlichungen.
Nutzer/Stakeholder: Ich zu Status, Messungen, Daten.
Das TFM-bezogene Servicemanagement folgt der ITIL-Logik und verbindet das Management von Ereignissen, Vorfällen, Serviceanfragen, Änderungen/Freigaben und Problemmanagement. Leitprinzipien:
SPoC: Alle Anfragen werden über den Empfangs-/Serviceschalter an ein zentrales Ticketsystem weitergeleitet.
Standardisierung: Einheitliche Ticketmasken, Kategorien und Priorisierungsregeln (P1–P4).
Trennung der Sorgentypen: Vorfall, Anfrage, Änderung, Problem (Wurzelursachen-Entfernung).
Governance: RACI-Organisation, dokumentierte Veröffentlichungen, Audit-Trail.
Datengesteuert: Ereignisintegration von BMT/BMS/IoT; KEDB/Wissensbasis; SLA/KPI-Kontrolle.
Auslösen:
Benutzer-/Mieter-Nachrichten (Telefon, E-Mail, Portal/App, Zähler).
Automatischer Ereignis→Vorfall von BMS/BMS/IoT (z. B. USV-Fehlermeldung, Alarmzusammenfassung).
Beobachtungen des Einsatzpersonals (Anhörung/Sichtprüfung, Inspektion der Führung).
P1–P4 Priorisierung (Auswirkungen × Dringlichkeit):
P1 (kritisch): Gefahr für Menschen/Umwelt, regulatorische Risiken, Produktionsausfall, A-Asset-Ausfall ohne Redundanz. Sofortige Aktivierung, Incident Manager, 24/7-Reaktionskette, Kommunikationsbrücke.
P2 (hoch): deutliche Leistungsreduzierung kritischer Funktionen, erhebliche Auswirkungen auf Komfort/Prozess, begrenzte Redundanz.
P3 (mittel): Standardstörung ohne signifikante Beeinträchtigung kritischer Prozesse.
P4 (niedrig): Geringe Belastung, kosmetische Mängel, Anfragen nach Informationen zu Fehlfunktionen.
Hinweis:
SLA-Zeiten werden unternehmensspezifisch definiert; Typischerweise verlängern sich die Reaktions- und Sanierungszeit mit abnehmender Priorität.
Handelszuweisung (Beispiele):
Elektrik/MS/NS, UPS/Notstrom, Beleuchtung; HLK/GA (Heizung, Kühlung, Belüftung, Gebäudeautomation); Brandschutz-/Gefahrenalarmsysteme; Aufzüge/Förderbandtechnologie; Trinkwasser/Sanitärversorgung/DVGW; Druckluft/Dampf/Gas; Türen/Tore/Hold-Open-Systeme; GLT/BMS/SCADA/OT; Sicherheitstechnologie/Zugriff/Video (im TFM-Bereich); Bau/Reparatur der Gebäudehülle (bezüglich der Schnittstelle).
Verfahren (kurzer Prozess):
Aufnahme: Empfangs-/Serviceschalter-Ticket mit obligatorischen Informationen (wer, wo, was, seit wann, Einschlag, Sicherheitslage, Asset-ID).
Triage: Vorfall vs. Anfrage; P1–P4-Klassifikation; Kategorien/Gewerbe; Duplikat-Scheck.
Erstdiagnose: Checklisten/Laufbücher (Reset-Releases, visuelle Inspektion; keine Schaltvorgänge ohne VEFK-Genehmigung).
Einsatz: Zuweisung zu Fachhandwerkern/Technikern; Ankunft an den Reporter; Falls zutreffend, Material-/Sperrfensterplanung.
Eskalation: zeitbasiert (z. B. keine Akzeptanz/keine Aktivität), sachlich (mangelnde Kompetenz/Teile), hierarchisch (größerer Vorfall).
Lösung/Wiederherstellung: Sanierung, Workaround oder Umstellung auf Redundanz; Sicherheitsfreigabe.
Fazit: Dokumentation von Ursachen/Maß-/Messungswerten; Qualitätssiebung; Informationen für Reporter; Zufriedenheitsumfrage.
Caster: Problemkandidat im Falle einer Rezidivstörung; Eintrag in KEDB, falls ein bekannter Bugfix vorliegt.
RACI (Vorfall):
Empfangs-/Serviceschalter: Verantwortlich für Aufnahme, Triage, Priorisierung und Kommunikation; Verantwortlich für die Vollständigkeit des Tickets.
Erste Ebene (technisch): Verantwortlich für Erstdiagnose, Ferninterventionen, Einsatzvorschlag.
Fachberufe: Verantwortlich für Diagnose/Korrektur; Verantwortlich für technische Lösungen/Akzeptanz.
Incident Manager (rollenbasiert, bei P1/P2): Verantwortlich für End-to-End-Kontrolle/Eskalation.
HSE/Feuerschutz/VEFK: Konsultierte zu Sicherheits- und Rangieroperationen; Verantwortlich für Anteile im Verantwortungsbereich.
Nutzer/Stakeholder: Informiert über Status, Maßnahmen, Abschluss.
Major Incident Management (P1):
Aktivierung: Automatisch für definierte Kriterien (z. B. Produktionsausfall, BMA/Sprinklerfunktionsverlust, Notstromausfall).
Struktur: Brückenaufruf, Lagejournal, Kommunikationsleiter, Technischer Leiter; Kommunikationsfrequenz definiert (z. B. alle 15–30 Minuten).
Maßnahmen: Stabilisierungs-Workaround, Ressourcenbündelung, Integration von Lieferanten und Herstellern.
Fazit: Post-Incident Review (PIR), Ursachenanalyse, CAPA, Erkenntnisse in der Wissensbasis.
Ziele und Messprinzipien
SLA/KPI-Systeme übersetzen Verfügbarkeits-, Sicherheits- und Effizienzziele in messbare, prüfbare Kontrollvariablen. Klare Definitionen von Start-/Stoppkriterien, Messfenstern und Ausschlüssen, eine einheitliche Taxonomie (Priorität, Handel, Asset-ID) und ein führendes Aufzeichnungssystem (ITSM für Tickets/SLA, CMMS für Vermögenswerte/PPM) sind entscheidend.
Definitionen und Messlogik:
Reaktionszeit (bestätigen): Zeit von der Erstellung von Tickets/Alarmimport bis zur qualifizierten Annahme und der ersten Kundenkommunikation.
Wiederherstellen/Auflösen: Zeit, bis der vereinbarte Servicezustand wiederhergestellt ist (Workaround zählt als Wiederherstellung, endgültige Korrektur als Resolve; beide müssen gemessen werden).
Verfügbarkeit: 1 − (ungeplante Ausfallzeit / geplante Betriebszeit); Geplante Wartung ist ausgeschlossen, wenn sie kommuniziert und genehmigt wurde.
Uhrenstopp-Regeln: "Warten auf Kunden/Zugang", höhere Gewalt, genehmigte Wartungsfenster. Alle Unterbrechungen müssen im Ticket begründet und vom Serviceschalter genehmigt werden.
Messfenster: P1/P2 24/7, P3/P4 innerhalb der vereinbarten Betriebszeiten; Ausnahmen müssen vertraglich festgelegt werden.
Datenquelle: ITSM/CMMS-Zeitstempel, GLT (Auto-Ticketing) Ereignisse, Verfügbarkeits-/Energiezeitreihen; Eine Prüfungsspur ist verpflichtend.
Ziel, Prinzipien und Bewertungslogik
Die Award-Matrix soll die qualitative Eignung und Leistung von Anbietern für TFM-Dienste auf transparente, verständliche und auditsichere Weise bewerten. Es legt Wert auf technische und organisatorische Exzellenz, ITIL/Prozessreife, Integrationsfähigkeit in die Systemlandschaft (CMMS/CAFM, ITSM, GLT/BMS, IoT) sowie Energie- und Nachhaltigkeitsexpertise. Die Bewertung basiert auf einem gewichteten Punktesystem, das auf verlässlichen Evidenzen basiert. Preise sind in dieser Ausarbeitung ausdrücklich ausgeschlossen.
Grundlegende Logik:
Bewertungsskala von 0 bis 5 pro Kriterium (0 = nicht vorhanden, 5 = Stand der Technik/Best-in-Class).
Gewichtete Gesamtpunktzahl = Summe (Kriteriumspunkte × Gewicht).
Mindestanforderungen und Knockout-Kriterien gewährleisten die Einhaltung und grundlegende Eignung.
Evidenzbasierte Bewertung: Nur belegte Aussagen werden in die Bewertung aufgenommen.
Struktur der Auszeichnungsmatrix (Kriterienblöcke und Beispielgewichtung)
Berufliche Kompetenz und Referenzen: 35–45 %
Organisationsleistung und Zertifizierungen: 25–30 %
Prozess- und Systemreife (ITIL/GLT/CMMS-Integration): 15–20 %
Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitskompetenz: 10–15 %
Innovationsgrad (KI, Zustandsüberwachung, BIM-zu-IWMS): 10–15 %
Wichtige Erkenntnisse
Technisches Betriebsmanagement (TFM) ist ein strategischer Werttreiber: Es gewährleistet Verfügbarkeit, Sicherheit und Compliance und hat durch Standardisierung, Digitalisierung und datenbasierte Entscheidungen kostensenkende Wirkungen.
Die Verantwortung des Betreibers bleibt beim Kunden; Es erfordert ein widerstandsfähiges Governance-Setup (Delegation, Qualifikationen, Prüfungsmatrix) und auditsichere Nachweise.
Eine hybride Wartungsstrategie (präventiv + bedingt/prädiktiv) gemäß DIN EN 13306, gesteuert durch die Kritikalität A/B/C, ist Best Practice. Zielbild: 100 % PPM pünktlich (mind. für A-Assets), Reduzierung ungeplanter Einsätze.
Empfang/Kontaktzentrum soll als ITIL-konformes SPoC organisiert werden. Erstaufnahme, Triage, Kommunikation und Auto-Ticketing von BMS/IoT sind entscheidend für MTTR, Kundenzufriedenheit und Überprüfbarkeit.
Integrierte Systeme (CMMS/CAFM, ITSM, GLT/BMS, IoT) und saubere Masterdaten (Asset IDs, CMDB-Beziehungen) bilden die Grundlage für Prozesseffizienz, FDD/predictive und zuverlässige SLA/KPI-Berichterstattung.
Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement (ISO 50001) ist Teil des täglichen Geschäfts: Messkonzept, FDD, Lastmanagement und ESG/CSRD-konforme Berichterstattung führen zu vorhersehbaren Einsparungen bei garantierter Raumklimaqualität.
Risikomanagement und OT-Sicherheit (IEC 62443) sind ebenso wichtig wie die Verfügbarkeit: Segmentierung, Fernzugriffspolitik, Patch-/Änderungsprozesse und Übungen (z. B. Black-Building) minimieren das Ausmaß des Schadens.
Die Lieferantenauswahl muss den tatsächlichen Prozess und die Integrationsreife (ITIL, BMS/IoT, Datenqualität) berücksichtigen – nicht nur die Tiefe der Handwerke. Evidenzbasierte Referenzen sind entscheidend.
Strategische Empfehlungen für die Gestaltung von Ausschreibungen
Definieren Sie den Umfang und die Rollen klar: Aufgaben des Betreibers vs. Dienstleisters, interne vs. externe Dienste, Verantwortung für SPoC und Leitraum, RACI-Anhänge pro Prozess.
Bindende Verankerung der rechtlichen/standardisierten Referenz: BetrSichV/TRBS, DGUV/VDE, VDI/DIN/VDMA, TrinkwV, DIN 14675, VDI 6022; Überprüfe die Matrix als Vertragsanhang.
Spezifizieren Sie ITIL-Prozesse und SLAs: Vorfall/Anfrage/Änderung/Problem einschließlich Hauptvorfall, Priorisierung P1–P4, Eskalations- und Freigaberegeln, Kommunikationsrhythmus.
System- und Datenanforderungen definieren: "System of Record" pro Datenklasse, Integrationsstandards (BACnet/IP, OPC UA, REST, BIM/IFC/COBie), Auto-Ticketing-Quote, Audit-Trails.
Beziehen Sie Energie-/ESG-Komponenten ein: ISO 50001-konformes Messkonzept, EnPIs/CO₂e, FDD-Anwendungsfälle, M&V-Methodik.
Verwenden Sie die Auszeichnungsmatrix: Fachwissen, Prozess-/ITIL-Reife, BMS/IoT-Integration, Energiekompetenz, Innovation (KI, Zustandsüberwachung), Zertifizierungen – evidenzbasiert und gewichtet.
