3K3 Überwachungssysteme
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Empfangs- und Zutrittsdienst: Systeme
Dokumenttitel: Überwachungs- und Steuereinrichtungen – CCTV, Alarmtafeln & Besuchersoftware
Ausschreibungsreferenz Nr.: ___________________________
Projekt / Standort: ___________________________
Auftraggeber (Vertragspartner): ___________________________
Dienstleister (Bieter): ___________________________
Datum der Einreichung: ___________________________
Zuverlässige Überwachungssysteme für Gebäudesicherheit
- Einleitung
- CCTV-Systeme
- Alarmtafeln
- Besuchermanagement
- Mitarbeiterschulung
- Inventarliste
- Verbesserung
Einleitung
Dieses Dokument beschreibt die geplante Bereitstellung und den Betrieb von Überwachungs- und Steuerungssystemen im Empfangs- und Eingangsbereich des Industriegebäudes. Der Dienstleister stellt sicher, dass alle Maßnahmen den höchsten Anforderungen an Sicherheit, Arbeitsschutz und Datenschutz entsprechen. Ziel ist es, alle gesetzlichen sowie internen Sicherheitsprotokolle des Auftraggebers einzuhalten und darüber hinaus ein serviceorientiertes Empfangskonzept zu realisieren. Besonderes Augenmerk liegt darauf, dass die eingesetzten Systeme einerseits eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit aufweisen, andererseits einen serviceorientierten Empfangsbetrieb unterstützen. Zum Leistungsumfang gehört die Planung, Installation, Konfiguration und regelmäßige Wartung aller Systeme.
CCTV-Systeme- Systembeschreibung
Fixkameras und PTZ-Kameras (Schwenk-/Neig-/Zoom) zur lückenlosen Überwachung der Empfangshalle und der Eingangspassagen.
Hochauflösende Videoaufzeichnung (mindestens Full HD, bevorzugt 4K) für eine klare Identifizierung von Personen und Ereignissen.
Sichere Speicherung der Aufnahmen auf redundanten Datenträgern mit Zugangsbeschränkungen und Verschlüsselung gemäß Datenschutzbestimmungen.
Festlegung einer Aufbewahrungsdauer der Videoaufnahmen (z. B. 72 Stunden ohne besonderen Anlass); Verlängerung der Speicherung nur bei begründetem Sicherheitsvorfall.
Stromversorgung über unterbrechungsfreie Stromquelle (USV) für unterbrechungsfreien Betrieb und Ausfallsicherheit.
Überwachung
Permanente Live-Überwachung über Monitore am Empfang bzw. in einer zentralen Leitstelle.
Fernzugriffsmöglichkeit für befugte Sicherheitsverantwortliche des Auftraggebers mit individuell vergebenen Rechten.
Schutz vor unbefugtem Zugriff: Verschlüsselte Netzwerkverbindungen und Protokollierung aller Bedienungs- und Exportvorgänge.
Echtzeit-Benachrichtigungen und Alarmmeldungen bei ungewöhnlichen Vorfällen (z. B. unerwartetes Verhalten im Eingangsbereich).
Detaillierte Protokollierung aller Systemaktivitäten im Überwachungssystem zur Nachvollziehbarkeit.
Wartung
Regelmäßige Inspektion und Instandhaltung der Kameras und Aufzeichnungseinheiten (empfohlen: mindestens monatliche Sichtprüfung).
Reinigung der Objektive sowie Überprüfung der mechanischen Funktionen (Schwenk-/Neige-/Zoom), um optimale Bildqualität sicherzustellen.
Durchführung notwendiger Software- und Firmware-Updates zur Gewährleistung von Funktionalität und Sicherheit.
Funktionsprüfung aller Komponenten der Videoüberwachung (inkl. Speichermedien und Stromversorgung) nach definierten Wartungsplänen.
Dokumentation von Wartungsarbeiten und Störfällen in einem Wartungsprotokoll; Vermerk aller sicherheitsrelevanten Ereignisse, die auf den Aufnahmen erkannt wurden.
Alarmtafeln & Einbruchserkennung- Systembeschreibung
Brandmeldezentrale (BMA) mit Anbindung an Rauch- und Wärmemelder im Eingangs- und Empfangsbereich gemäß einschlägigen Normen.
Integration einer Einbruchmeldeanlage (EMA) inkl. Panikalarm, die bei Aktivierung automatisch die interne Leitstelle oder den Sicherheitsdienst informiert.
Optische und akustische Alarmgeber im Empfangsbereich zur unmittelbaren Warnung von Personen vor Ort.
Anschluss der Alarmanlagen an die Gebäudeleittechnik zur zentralen Überwachung und lückenlosen Dokumentation von Meldungen.
Eindeutige Beschilderung aller Alarmsteuergeräte und Notausgänge gemäß Arbeitsschutz- und Sicherheitsrichtlinien.
Personalaufgaben
Schulung des Empfangspersonals zur Erkennung und Unterscheidung der verschiedenen Alarmtypen (Brand, Einbruch, Panik, technische Störungen).
Klare Handlungsanweisungen im Alarmfall: Sofortige Weiterleitung von Meldungen an Feuerwehr oder Sicherheitsdienst sowie Auslösen der Notfall- und Evakuierungsprotokolle.
Dokumentation jedes Alarmereignisses mit Zeitstempel und Beschreibung, um die Nachverfolgbarkeit sicherzustellen.
Sicherstellung, dass alle Mitarbeiter die Standorte von Alarmtastern, Feuerlöschern und Erste-Hilfe-Ausrüstung kennen und im Ernstfall bedienen können.
Erfassung und Auswertung der Reaktionszeiten auf Alarmsignale, um die Effektivität der Abläufe zu optimieren.
Wartung & Prüfung
Geplante Funktionstests der Brand- und Einbruchmeldeanlage (z. B. vierteljährlich) in Zusammenarbeit mit qualifizierten Technikern und externen Fachfirmen.
Regelmäßige Überprüfung der Batteriepuffer und Notstromversorgung der Alarmzentralen sowie Austausch verbrauchter Komponenten.
Durchführung einer jährlichen Inspektion durch eine zertifizierte Fachfirma für Brandschutz- und Alarmtechnik.
Protokollierung aller Testdurchläufe und Festhalten eventueller Mängel oder Ausfälle in einem Prüfprotokoll.
Einleitung unverzüglicher Korrekturmaßnahmen bei festgestellten Problemen gemäß Herstellerangaben und gesetzlichen Vorgaben.
Besuchermanagement-Software- Systemfunktionen
Digitale Erfassung aller Besucherdaten (Name, Firma, Anlass, Ankunftszeit) an einem zentralen Empfangsterminal.
Automatische Erstellung und Ausgabe von Besucherausweisen mit Lichtbild und ggf. integriertem Barcode/RFID zur Zutrittskontrolle.
Sicherstellung datenschutzkonformer Speicherung: Verschlüsselte Datenhaltung, transparente Information über Zweck und Dauer der Datenerfassung sowie systematische Löschung nach Ablauf festgelegter Fristen.
Schnittstellen zur Zutrittskontrolle und Gebäudesteuerung (z. B. automatische Türfreigabe für registrierte Besucher).
Erfassung temporärer Zugangsrechte für externe Dienstleister oder Lieferanten mit zeitlich begrenzter Gültigkeit.
Mitarbeiteranwendung
Empfangspersonal erfasst Ankunftszeiten und Besucherinformationen im System und erstellt Besucherausweise.
Automatisierte Benachrichtigung des Gastgebers (z. B. per E-Mail oder SMS), sobald dessen Besucher eingetroffen ist.
Verfahren für Systemstörungen: Manuelle Besucherverzeichnisse und temporäre Ausweise als Fallback, mit geschultem Personal für den Offline-Betrieb.
Höflicher und professioneller Umgang mit Besuchern unter Einhaltung aller Sicherheits-, Hygiene- und Hausordnungsrichtlinien.
Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit der Softwareoberfläche und in den Datenschutzbestimmungen (Einwilligungserklärungen, Auskunftspflichten).
Reporting
Erstellung regelmäßiger Berichte (täglich, wöchentlich) über Besucherzahlen, Besuchsdauer und besondere Vorkommnisse am Empfang.
Bereitstellung exportierbarer Logdateien für Audits und Prüfungen durch den Auftraggeber oder Behörden.
Statistiken zur Analyse von Stoßzeiten und Besucherverkehr zur Optimierung der Personalplanung am Empfang.
Dokumentation aller Zutrittsversuche und Alarme im System zur nachträglichen Analyse und Berichtserstellung.
Ad-hoc-Berichte auf Anfrage des Auftraggebers (z. B. bei besonderen Anlässen oder Vorfällen).
Mitarbeiterschulung & Kompetenznachweise- CCTV-Schulung
Einweisung in die Bedienung der Überwachungsmonitore, Kamerasteuerung (PTZ) und Wiedergabefunktionen für aufgezeichnetes Videomaterial.
Vorgehensweise bei der Dokumentation von sicherheitsrelevanten Vorfällen mithilfe der Videoaufzeichnungen.
Sensibilisierung für Datenschutz: Erläuterung zulässiger Beobachtungsbereiche und Verhaltensregeln beim Umgang mit Videoaufnahmen.
Praxisbezogene Übungen zu simulierten Überwachungsszenarien und Vorfallsmeldungen.
Alarmtafel-Schulung
Schulung im Erkennen unterschiedlicher Alarmsignale (optische und akustische Warnungen) der Brand- und Einbruchmeldetechnik.
Praktische Übungen zu Notfallmaßnahmen: Evakuierungsanweisungen bei Feueralarm und Alarmweiterleitung bei Einbruch oder technischen Störmeldungen.
Verhaltensregeln bei Fehlalarmen und Kommunikation mit Leitstelle/Feuerwehr.
Wiederkehrende Unterweisungen und Alarmübungen zur Festigung der Abläufe und zur Prüfung der Reaktionszeiten.
Besuchermanagement-Schulung
Schritt-für-Schritt-Training zur Anmeldung von Besuchern im digitalen System und zum Druck von Besucherausweisen.
Umgang mit Fehlersituationen (z. B. Softwareausfall, Netzwerkprobleme): Ausweichprozesse mit manueller Dokumentation im Besucherverzeichnis.
Unterweisung in Datenschutzvorgaben: Einholung notwendiger Einwilligungen, sachgerechte Verarbeitung und Löschung personenbezogener Daten.
Regelmäßige Updateschulungen nach Änderungen oder Erweiterungen der Software.
Schulungsnachweise
Führung von Anwesenheitslisten für jede Schulungseinheit, auf denen Datum, Thema und Teilnehmer vermerkt sind.
Ausstellung von Teilnahmezertifikaten oder -bestätigungen an Mitarbeiter nach Abschluss der Schulung.
Regelmäßige Auffrischungsschulungen (z. B. jährlich) und Anpassung der Inhalte bei technischen oder rechtlichen Änderungen.
Archivierung aller Schulungsunterlagen und -protokolle für Prüfungs- und Nachweiszwecke.
Inventarliste Überwachungs- und Steuereinrichtungen (Vorlage)
| System | Standort | Funktion | Wartungsintervall | Schulung abgeschlossen |
|---|---|---|---|---|
| CCTV-Kamera (PTZ) | Empfangseingang | Live-Überwachung und Aufzeichnung | Monatlich | Ja – Zertifikat vorhanden |
| Brandmeldezentrale (BMA) | Empfangsbereich | Frühzeitige Branddetektion und Alarmierung | Vierteljährlich | Ja – Schulungsnachweis vorliegend |
| Einbruchmeldeanlage (EMA) | Eingangsbereich | Erfassung von Einbruchs- und Panikalarmen | Vierteljährlich | Ja – Schulungsnachweis vorliegend |
| Besuchermanagement-Software | Empfangstresen | Besucherdatenerfassung & Ausweiserstellung | Laufend | Ja – Schulungsnachweis vorliegend |
Kontinuierliche Verbesserung
Regelmäßige Überprüfung der eingesetzten Sicherheitstechnik auf Aktualität, Funktionalität und Effizienz.
Identifikation neuer Technologien (z. B. intelligente Videoanalyse, biometrische Zutrittslösungen) zur langfristigen Optimierung des Systems.
Laufende Anpassung der Prozesse entsprechend geänderter gesetzlicher Vorschriften oder interner Anforderungen des Auftraggebers.
Planung und Durchführung von System-Updates und Erweiterungen nach Bedarf.
Einholen von Feedback durch den Auftraggeber und seine Nutzer, um Software-Updates und Systemanpassungen bedarfsgerecht umzusetzen.